Oliver Schmidt besteht Meisterprüfung

„Die Heizung wird nach dem Aufdrehen warm und aus dem Wasserhahn läuft kaltes oder warmes Wasser. Man sieht wie es funktioniert“, sagt Oliver Schmidt und beschreibt die Vorzüge seines Berufes. Der 27-jährige Nienborger hat vor wenigen Tagen bei der Handwerkskammer in Münster seine Meisterprüfung im „Installateur- und Heizungsbauerhandwerk“ abgelegt, und das mit sehr gutem Erfolg. Sein Zeugnis hält er bereits in den Händen, den großen Meisterbrief wird er im kommenden Jahr bekommen. Er liebt seinen Beruf. „Eine Tätigkeit ausschließlich im Büro kann ich mir nicht vorstellen, das wäre mir nicht abwechslungsreich genug“, sagt Oliver Schmidt. Für ihn war schon als Kind klar, dass er ein Handwerk erlernen wird. „Bei der Firma Liemann in Ahaus habe ich ein paar Tage freiwillig gearbeitet, da stand meine Entscheidung fest“, sagt der Nienborger. Drei Jahre erlernte er den Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär- Heizung- und Klimatechnik, der umgangssprachlich „Installateur“ genannt wird. Seit fünf Jahren ist er bei der Firma Lutz Bröker Sanitär in Nienborg beschäftigt. Die erste Zeit als Geselle, seit ein paar Tagen als Meister. „Vom Löten bis zur Regelungstechnik, dieser Beruf ist sehr vielseitig“, sagt er. Die Palette reicht von Wasseranschlüssen oder Sanitäranlagen in Haushalten und Betrieben, über den Bau von Analgen für die Wasserversorgung und Wasserentsorgung, bis hin zur Einrichtung von modernen Bädern. Für Oliver Schmidt ist es wichtig, mit regenerativen Energien wie Solar etwas für die Umwelt zu tun. Die Meisterschule in Münster besuchte er ein Jahr in Vollzeit. Mit seinem Meisterbrief hat sich sein Aufgabenfeld um einige Facetten erweitert. Neu für ihn sind Dispositionen, Gespräche mit Architekten, Angebote erstellen, die Materialbestellung, die Kontrolle seiner Arbeitskollegen oder aber als Ansprechpartner für Auszubildende und Praktikanten da zu sein. „Ich fahre selber auch noch auf Baustellen. Heute war ich in Mülheim, morgen bin ich in Nienborg im Einsatz. Danach muss ich nach Rheine, Münster und Ochtrup“, sagt er und betont, dass er die Arbeit mit dem Lötkolben und der Presszange nicht missen möchte. Gerne gibt Oliver Schmidt sein Fachwissen an junge Menschen weiter. Seit dem 1. August dieses Jahres ist Lennart Helling der erste Auszubildende bei der Firma Bröker. Auch für ihn kam als Berufswunsch nur ein Handwerk in Frage. Nachdem er sich verschiedene Handwerksbetriebe angesehen hatte und im vergangenen Jahr einige Wochen in die Firma Bröker hineinschnupperte, stand seine Berufswahl fest: „Anlagemechaniker, das ist es“. Da lag es sehr nahe, die Ausbildung in seinem Heimatort durchzuführen. In der dreieinhalbjährigen Ausbildung lernt er, dass in seinem Beruf Sorgfalt und Teamwork gefragt sind. „Die ersten Wochen waren sehr gut, ich habe sehr gute Arbeitskollegen, die mehr viel erklären“, ist Lennart Helling mit seiner Berufswahl und den ersten Wochen in seiner Ausbildung sehr zufrieden. „Ich war heute in Bad Bentheim auf der Baustelle“, sagt Lukas Büning. Der 15-jährige, der ebenfalls aus Nienborg stammt, hat noch ein wenig Zeit, sich für seinen Ausbildungsberuf zu entscheiden. Er besucht die Klasse 10 der Sekundarschule in Heek. Er strebt nach Beendigung der Schule im kommenden Jahr eine Berufsausbildung an. „Heute haben wir einen Zähler angeschlossen und Leitungen gebogen“, erzählt Lukas Büning von seiner Arbeit. „Die Arbeit hier macht mir sehr viel Spaß“, sagt er. Er kann sich vorstellen, dass dieser Berufszweig der Richtige für ihn ist. Mit dem Angebot seiner Schule, nutzt er im Rahmen von einem einjährigen Jahrespraktikum seine eigene Berufsvorbereitung gezielt zu planen und voranzutreiben. Einmal in der Woche, an jedem Mittwoch, ist Lukas Büning in der Firma Bröker tätig, die eine von zahlreichen Kooperationspartnern der Schule ist. Ob Berufserkundungstag der Kreuzschule oder Schülerbetriebspraktikum, hier haben junge Menschen in vielfältiger Weise die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen eines Handwerkerbetriebes zu werfen. Lutz Bröker betreibt sein Unternehmen seit 30 Jahren in kleinem Maße. Vor drei Jahren bezog die Firma die Räumlichkeiten am Rönacker in Nienborg. Insgesamt beschäftigt er fünf Gesellen, drei Fliesenleger, einen Auszubildenden, einen Praktikanten und zwei Bürokräfte. Dabei kümmert sich Maria Bröker, Lutz Brökers Ehefrau, als gute Seele des Betriebes um die kaufmännischen Belange im Büro. Das Spektrum umfasst Sanitär, Heizung, Solar und Bäder - „Alles aus einer Hand“, sagt Oliver Schmidt. Der Firmeninhaber ist stolz auf seinen Meister und den beiden Nachwuchskräften, die allesamt mit viel Herzblut bei der Sache sind und ihre Arbeit mit Freude ausüben – eine gute Grundlage für ein gutes Betriebsklima und ein florierendes Unternehmen.

05. Dezember 2016

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